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4. Oktober 2017
Redaktions- und Anzeigenschluss:
20. September 2017
Gohrisch - Zu den drei Tafelbergen

gohrischGohrischstein, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein – so heißen die drei Tafelberge, die den Luftkurort Gohrisch umgeben. 



Ein Paradies für Erholung suchende und Wanderer. Gohrisch wird damit gleichzeitig zum idealen Start- und Zielort für viele Touren in die herrliche Umgebung.

Unsere Wanderung, auf die hier aufmerksam gemacht werden soll, führt durch enge Felsspalten hinauf auf den Gohrisch- und den Papststein, von deren zerklüfteten Plateaus sich phantastische Rundblicke bieten. Am Kleinhennersdorfer Stein erwarten den Wanderer sogar große Höhlen. Die Wanderroute startet im Kurort Gohrisch führt zum Gohrichstein – Papststein – die Lichterhöhle am Kleinhennersdorfer Stein über den Hans-Förster-Weg unterhalb des Papststeines – Muselweg zurück nach Gohrisch. Die Tour wird mit mittlerer Schwierigkeit beschrieben. Für die ca. 8 Kilometer Strecke sollte man 3,5 bis 4 Stunden einplanen. Um selbst die genaue Route zu finden, empfiehlt es sich, eine der einschlägigen Wanderkarten für das Gebiet dabei zu haben. Diese sind in der Touristinformation im Rathaus und in vielen Gaststätten und Hotels, beispielsweise im Margaretnhof zu haben. Sehr hilfreich und zugleich Grundlage für unseren Wandertipp ist auch der Wander- & Naturführer Sächsische Schweiz für die Gebiete Rathener Felsen, Polenztal, Tafelberge und Bielatal vom Berg- und Naturverlag Rölke.

Die Tour bietet einige Attraktionen. Zum Beispiel entdecken Wanderer auf dem Weg zum Gohrischstein kurz vor dem Eingang in die Falkenschlucht eine Steinbank. Sie trägt den Namen des Erschließers des Gohrichsteins, Oberförster Emil Grünwald, und wurde anlässlich seines 100. Todestages 1992 aufgestellt. Durch die enge ansteigende Schlucht gelangt man über Leitern zum Plateau des Gohrichsteines, das zerklüftete Plateau bietet grandiose Aussichten über große Teile des Elbsandsteingebirges. Der Abstieg beginnt an der Schutzhütte und führt durch eine Schlucht an der Ostseite des Tafelberges.

Auf dem Weg zum nächsten Etappenziel, dem Papststein, treffen die Wanderer oberhalb des Parkplatzes bevor sie diesen überqueren auf das Mundloch des Specksteinstollens. Er ist für Besucher nicht zugänglich mit einer Stahltür verschlossen. Der Specksteinstollen gilt als bergmännischer Suchstollen um 1750 angelegt. Damals vermutete man, in der Kontaktzone zwischen Basalt und Sandstein Eisenerzanreicherungen zu finden. Über lange Stufenreihen und später über Eisentreppen zwischen den Felsen geht es hinauf zu Papststein. Wieder wird die Anstrengung mit herrlichen Ausblicken belohnt. Außerdem lädt eine gemütliche Gastwirtschaft zum Verweilen ein. 

Die anfangs angekündigten Höhlen sind Bestandteil der 3. Etappe der Wanderung. Auf dem Weg am Kleinhennersdorfer Stein kommt man fast unmittelbar an der größten Höhle, der Lichterhöhle vorbei. Sie entstand künstlich durch Sandgewinnung. Der abgebaute Sand wurde wegen seiner Weiße und Feinkörnigkeit als Dielenstreu- oder Scheuersand verwendet. Die Höhle ist heute 20 Meter lang und 15 Meter breit und kann besichtigt werden. 
Nach erlebnisreicher Tour erreicht man über den Hans-Förster-Weg und den Muselweg nach 3,5 bis 4 Stunden wieder den Kurort Gohrisch. Natürlich kann man die hier genannten Etappenzielen auch jedes für sich besuchen. Zum Beispiel erreichen rüstige Wanderer den Papststein vom genannten Parkplatz aus schon in knapp 30 Minuten, also durchaus auch für einen Kurzausflug geeignet.

 

 
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