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Klettersport in der Sächsischen Schweiz

herkulessDie Geschichte des Klettersports im Elbsandsteingebirge reicht bis in das Mittelalter zurück. Sehr gut beschrieben im “Wander- und Naturführer Sächsische Schweiz” Band 2 vom Berg- & Naturverlag Rölke:

Schon im Mittelalter bestieg man eine Reihe von Felsen der Sächsischen Schweiz wie alte Balkenfalze, eingeschlagene Stufen oder Zisternen z. B. auf dem Falkenstein, dem Freinstein und dem Winterstein bezeugen. Heutige Gipfelziele dienten damals als Burgwarte oder Wachposten wie z.B. die Steinschleuder, die Nonne und der Mönch. Danach lag lange Zeit Ruhe über den Felsen.

Die Besteigung des Falkensteins durch Schandauer Turner im Jahre 1864 gilt als die Geburtsstunde des Klettersports in der Sächsischen Schweiz. Weitere Gipfel wurden in den Folgejahren aus sportlichen Motiven bezwungen, so z.B. 1873 der Frienstein, der Hohe Torstein, 1874 der Mönch, 1882 der Hintere Gansfels und 1886 der Vordere Gansfels und der Dom der Lokomotive. Verwendete man in dieser Zeit noch Leitern, Steigbäume, Griff- und Tritteisen, um die Gipfel zu erklimmen, begann mit der Besteigung der Nonne am Rauenstein im Jahre 1888, bei der man bewusst auf diese künstlichen Hilfsmittel verzichtete, ein neues Zeitalter im Sächsischen Bergsteigen.

Ab 1890 begann die wichtigste Zeit der Erschließung des Gebirges. in den folgenden zwei Jahrzehnten wurden die meisten großen Gipfel bestiegen. Der Aufstieg erfolgte zumeist in riss- oder kaminartigen Zerklüftungen der Felsen. Ab 1903 wagten sich die Bergsteiger, auch über die Wandflächen zu klettern, wo ihnen kleine oder größere Zacken, Mulden und Rippen als Aufstiegshilfen dienten. Zu den bedeutenden Gipfeln dieser Periode zählen Meurerturm, Bloßstock, Kreuzturm, Barbarine, Herkulessäulen und Schiefer Turm.

 
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