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20. Juli 2018
Kamelienblütenschau 3. März bis 8. April 2018 im Landschloß Pirna-Zuschendorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, 16. Februar 2018 um 18:33

Kamelien im GwächshausWer möchte das bestreiten: Kamelien sind märchenhaft schön. Seit sie in Europa bekannt wurden, sind sie mit der Rose im Wettstreit um die schönste Blume der Welt. Viel mehr als diese ist die Kamelie noch von einer geheimnisvollen Aura umgeben. Man nennt sie die „Königin der Winterblüte“. Als die Gebrüder Grimm im Jahre 1812 ihre Märchen aufschrieben, gab es durchaus in Dresden und auch anderswo schon erste Kamelien. Im Jahre 1813 gründete Jacob Friedrich Seidel seinen Spezialbetrieb für diese Pflanzen und sein Vater, der alte Hofgärtner, hatte schon manches auserlesene Exemplar in der Sammlung des Herzogin-Gartens.


So ist es schon erstaunlich, dass die lettische Schriftstellerin Anna Sakse in ihren Blumenmärchen auch eines über Kamelien erzählt. Dieses spielt zwar größtenteils in Japan, beschreibt aber auch den Weg nach Europa. Märchen und wahre Begebenheit um den Mönch Camellius (Georgius Josephus Camel, ihm zu Ehren nannte der berühmte Botaniker Carl von Linné die in Japan Tsubaki genannte Pflanze Kamelie) stellen wir in der Ausstellung gegenüber.


Der Mönch Camellius kommt nach Japan, will dort züchtig leben und die Menschen bekehren. Im Wald sammelt er als Wintervorrat für die Fastenzeit Heuschrecken von einem wunderschön rot blühenden Baum. Eines Nachts steigt eine schöne junge Frau aus dem Geäst und küsst ihn als Dank für die Befreiung von der Schreckenplage. Von anfänglichen Gewissensbissen kann der Mönch sich lösen; die Schöne sagt, sie sei kein Mensch, sondern die Seele dieses Baumes...


In der Ausstellung finden unsere Besucher zwei Szenen dazu. Die eine zeigt, wie sich der züchtige Mönch und die verführerische Baumseele begegnen. Die andere, umflossen von vielen Kamelien, zeigt die Rückkehr nach Europa: Unser nun gealtertes Mönchlein, behutsam seine Kamelie in den Händen haltend, wird von staunenden Kindern begrüßt.


Das zweite Märchen mit dem Namen das „Blumenfest“, stammt aus Japan und beginnt so: „Es war einmal in frühen Erdenzeiten irgendwo ein Blumenschwesterpaar, eine Azalee und eine Kamelie, die wirklich prachtvoll blühten. Sie wussten aber nicht, ob sie nur einmal blühen oder alle Jahre wieder blühen würden.“ Beide Blumen wanderten über Berg und Tal zu dem gerade geborenen Buddhakind. Dieser erlaubte ihnen nun, jedes Jahr von neuem zu blühen und als Dank wollten sie ihm - entsprechend ihrer Blütenform - die eine einen Schirm und die andere einen Hut schenken... Genau diese Begegnung der beiden Blumenkinder wird im Festsaal des Schlosses, sehr aufwendig gestaltet, zu sehen sein.


Die Besucher können sich in den Schlossräumen an weit über 1000 märchenhaft schönen Kamelienblüten aus ganz Deutschland erfreuen. Gemeinsam mit der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft werden wir wieder eine so üppige Schau bieten, dass es dem Publikum schwer fallen wird, die „Schönste Blüte Deutschlands 2018“ zu wählen. Die Zahl der Aussteller, privaten Sammler, Gartenbaubetriebe, Botanischen Gärten und Orangerien berühmter Schlossgärten, wird dieses Jahr noch größer sein. Darüber hinaus erwarten die Pflanzen unserer eigenen Sammlung die Gäste in den Schaugewächshäusern.


Eintritt: 5 €, ermäßigt 4 € • Geöffnet: dienstags bis sonntags und feiertags von 10 bis 17 Uhr • Zusätzlich im März: Montag 10 bis 16 Uhr • www.kamelienschloss.de

Aktualisiert ( Freitag, 16. Februar 2018 um 18:40 )
 
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