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Redaktions- und Anzeigenschluss:
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Hinterhermsdorf und Waldhusche

HinterhermsdorfDie Waldhusche Hinterhermsdorf ist der größte Waldspielplatz im Nationalpark Sächsische Schweiz.Ganz hinten im östlichsten Zipfel der Sächsischen Schweiz findet man den höchst gelegenen Ort, Hinterhermsdorf.

 

Schon im 12. Jahrhundert ließen sich hier einige Siedler unter dem Anführer Herman Genau auf der Gesteinsgrenze zwischen Granit und Sandstein nieder. Über die Jahrhunderte rodete man den Wald, (es entstanden die Räumichte - vom Wald beräumte Flächen) baute Häuser, legte Felder und Wiesen an. Zu DDR-Zeiten war der Ort ein Paradies für die Sommerfrischler. Tausende FDGB-Urlauber erholten sich hier in den Sommermonaten.

 

2002 dann ein Höhepunkt in der Geschichte Hinterhermsdorfs. Der Ort erhielt den Titel „Eines der schönsten Dörfer Deutschlands“. Und tatsächlich, das ist es auch heute noch. Im Ort gibt es über 80 Umgebindehäuser. Jedes von ihnen kann wohl einige Geschichten über das Leben im Ort erzählen. Man findet einen Allgemeinarzt, Zahnarzt, Friseur, Bäckerladen, Minimarkt und Campingplatz.

 

Hinterhermsdorf ist als familienfreundlicher Ort zertifiziert worden, die Waldhusche ist dabei ein unverzichtbarer Teil für einen schönen Aufenthalt, besonders für Familien. Wer gerade keine Lust zum Wandern hat, der kann sich im Ort beispielsweise die Waldarbeiterstube näher anschauen - geöffnet täglich von 14 bis 17 Uhr) oder das Landwirtschaftsmuseum im Pferdehof Eschenbach besuchen.

 

Interessant ist der Dorfrundgang. Viele Informationstafeln führen die Besucher quer durch den Ort und erzählen so manche Geschichte, die sich hier ereignet hat.

 

Ganz wichtig für das Wohlbefinden der Gäste sind natürlich auch die Hotels und Gaststätten: das Erbgericht im Ortszentrum, die Buchenparkhalle am Wanderweg zur Oberen Schleuse, der Gasthof ,,Zur Hoffnung“, das „Wanderstübl“ und nicht zuletzt die Kräuterbaude „Am Wald“. Hier können die Gäste von der Brennnesselsuppe über Wald- und Wiesenschlemmersteak bis hin zum Lavendelparfee viele leckere Gerichte in mitten der Natur genießen.

 

Besonders die Ausflugsziele um den Ort ziehen tausende Natur- und Wanderfreunde an. An erster Stelle steht dabei natürlich die Kahnfahrt auf der angestauten Kirnitzsch an der Oberen Schleuse. Hier, in der Kernzone des Nationalparks, zwischen Sandsteinwänden mit dem Kahn lautlos über das Wasser zu gleiten, das ist ein schönes Erlebnis.

 

An zweiter Stelle ist einer der schönsten Aussichtspunkte im gesamten Gebiet, der Weifbergturm, zu nennen. Blicke in das Osterzgebirge über die Sächsisch-Böhmische Schweiz bis zum Riesengebirge belohnen seine Besucher.

 

Viele Wanderwege führen die Naturfreunde durch dieses wunderschöne Gebiet. Übrigens ist Hinterhermsdorf die erste Nationalparkgemeinde in Sachsen. Wenn man durch den Ort geht, fallen überall die Nationalpark-Informationstafeln auf. Diese beinhalten Wandertipps und auch Regeln über das Verhalten im Naturpark.

 

Das eigentliche Naturerlebnis erfährt man in der Waldhusche Hinterhermsdorf. Diese ist in Sachen Vermarktung leider das Stiefkind unter den Ausflugszielen. Seit Jahren versucht man dieses interessante Waldmuseum populär zu machen, mit nur mäßigem Erfolg. Liegt es am Namen ,,Waldhusche“ (kaum ein Gast weis mit diesem Begriff etwas anzufangen)? Liegt es an den unauffälligen Flyern? Oder ist es ganz einfach so, dass man das Gebiet „zu wissenschaftlich“ darstellt? Das Areal der Waldhusche ist über 60 Hektar groß. Im Gebiet befinden sich eine Nationalparkinformationsstelle, viele Stationen mit informativen Tafeln und unterschiedliche Spielgeräte. Hier können sich Kinder spielerisch über die Natur, die Arbeit im Wald und nicht zuletzt über den Nationalpark selbst informieren. Die verschiedenen Themenwege halten für jeden Geschmack etwas bereit. Unterwegs runden herrliche Felsaussichten einen Besuch ab.

 

Man kann allein auf Tour durch die Waldhusche gehen oder an einer Führung teilnehmen. Dazu meldet man sich bei der Nationalparkverwaltung an. Nationalparkranger Frank Strohbach bietet sehr kinderfreundliche Führungen durch die Waldhusche an. Dauer ca. 2 bis 3 Stunden. Auch Nationalparkführer Heiko Hesse, Telefon 0173 3638664, führt Besucher gern durch die Region.

 

Wie immer mit freundlichen Grüßen - Ihr Nationalparkführer aus der Kräuterbaude Heiko Hesse

 
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