Aktueller SandsteinKurier

5/17
Die aktuelle Ausgabe des SandsteinKurier zum Anschauen und Downloaden!

Nächste Ausgabe

Der nächste SandsteinKurier erscheint am:
14. November 2017
Redaktions- und Anzeigenschluss:
3. November 2017
Zum großen Winterberg und der Wenzelwandaussicht

WinterbergStart in Schmilka

Über Bad Schandau führt uns die malerische Elbstraße direkt nach Schmilka. An der Elbe finden wir einen gut ausgebauten Parkplatz, die Parkgebühren halten sich in Grenzen.


Gleich zu Anfang geht es mäßig steil aufwärts. Wir passieren den Durchgang unter der ehemaligen Gaststätte „Mühle“ und rechterhand die Ilmenquelle, bis wir einen kleinen Platz am Ortsausgang erreichen. Hier zweigen die Wanderwege auf den Großen Winterberg nach rechts ab. Der mit Sandsteinplatten ausgelegte Weg trifft schon nach wenigen Minuten auf einen Fahrweg. Von hier wollen wir nicht den direkten, steilen Winterbergaufstieg nutzen, sondern den gelb markierten, ständig ansteigenden Grenzweg. Oberhalb der Häuser führt der Weg um den kleinen Ort Schmilka herum, bis sich der Blick zur Schrammsteinkette öffnet. Weiter geht es leicht ansteigend unterhalb einer steilen Wand entlang.


Bald darauf lichtet sich der Wald, und wir haben eine recht ungewöhnliche Aussicht auf Hrensko (Herrnskretschen) und das Elbtal. Gegenüber überragen links der Zirkelstein und rechts die Kaiserkrone den Hang des Elbtals. Entlang der Grenze zur Tschechischen Republik aufwärtssteigend, sehen wir rechterhand in dem kleinen Tal die Grenzmarkierungen. Nachdem wir einen niedrigen Wald durchquert haben, erreichen wir den Buchenhochwald und die kleine, auf den Winterberg führende und für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße. Von links kommt der mit rotem Punkt markierte Weg aus dem Erlsgrund von Schmilka herauf. Unser gelb markierter Weg und die Markierung „Roter Punkt“ führen nun gemeinsam die Serpentinen der Winterbergstraße hinauf. Hier beginnt das Gebiet, in dem wir auf einer Wanderung im Frühjahr (günstig von Mitte April bis Anfang Mai) eine Vielzahl von Frühjahrsblühern sehen können.


Naturerlebnis

Der in der Sächsischen Schweiz vorherrschende Sandboden lässt nur wenige Blumen blühen, dagegen ist der Basaltverwitterungsboden des Großen Winterbergs bekannt für seine Vielfalt an Frühjahrsblühern. Rechts und links der Winterbergstraße kann man blühende Waldveilchen und Buschwindröschen bewundern. Nur an ganz wenigen Stellen soll sogar das seltene Gelbe Buschwindröschen gedeihen. Verstreut finden sich auch Vorkommen der violett blühenden Frühlingsplatterbse.


Nachdem wir auf den Serpentinen an Höhe gewonnen haben, zeigt ein Wegweiser die Kipphornaussicht an, zu der es vom Hauptweg nicht weit ist. Vor uns breitet sich das Elbtal aus mit dem markanten Lilienstein im Zentrum. Von rechts reicht der Blick von den Lehnsteigtürmen über die Schmilkaer Wände mit dem massigen Rauschenstein bis zu den Schrammsteinen. Überragt werden die Schmilkaer Wände von den runden Kuppen der Waitzdorfer Höhe und des Gickelsberges. Im Hintergrund sieht man bei guter Fernsicht den Dresdner Elbkessel, rechts davon die Rathener Felsen und die Weißen Brüche, überragt vom Borsberg. Charakteristisch heben sich die Tafelberge ab, vom Königstein über den Gohrisch und den Pfaffenstein bis zu den nahen Zschirnsteinen.


Etappenziel erreicht

Von der Kipphornaussicht folgen wir nun dem Müllerwiesenweg auf der gelben Markierung. Linkerhand sehen wir schon einige Basaltklippen des südwestlichen Ausläufers des Basaltdurchbruchs des Großen Winterberges. Rechterhand wandern wir entlang der Müllerwiesen. Umgestürzte alte Buchen zeigen an, dass hier in der Kernzone des Nationalparks mittlerweile keine Forstwirtschaft mehr betrieben wird. An einer Gabelung treffen wir auf den vom Zeughaus heraufkommenden, blau markierten Weg. Eine alte Wegsäule erinnert daran, dass hier einst der vielbegangene Fremdenweg vom Winterberg hinüber zum Prebischtor verlief. Der Schlussanstieg ist noch einmal reich von Frühjahrsblühern gesäumt, neben dem Buschwindröschen kommt hier der Hohle Lerchensporn besonders häufig vor. Rechterhand sehen wir nun das Gasthaus auf dem Großen Winterberg. Hier in der gemütlichen Gaststube oder auf der Terrasse legen wir eine Rast ein. Auf den Großen Winterberg wurde schon sehr früh gewandert, immerhin ist er nach dem Großen Zschirnstein die zweithöchste Erhebung in der Sächsischen Schweiz. Bereits 1819 befand sich auf der westlichen Bergkuppe ein hölzernes Unterkunftshaus. Das heutige Berggasthaus ließ der Forst in den Jahren 1840/41 errichten.

 

Sagenhafte Ausblicke

Bevor wir unsere Wanderung fortsetzen machen wir noch einen Abstecher nach links zum südlichen Grat des Winterbergs. Ein Pfad führt über einige Basaltklippen hinweg zum höchsten Punkt. Wir verlassen den Winterberg vorbei am Gasthaus über den Nordabstieg. An der Kreuzung mit dem Roßsteig treffen wir wieder auf eine Säule des alten Fremdenweges. Diesem historischen Wanderweg folgen wir nun bis zur nächsten Säule unterhalb des Kleinen Winterberges. Dort verlassen wir den Fremdenweg und laufen auf dem Reitsteig durch Fichtenhochwald bis zur Aussicht oberhalb von Wenzelwand und Fluchtwand, die einen weiten Blick hinein in den Schmilkaer Kessel, linkerhand auf die Schneeberger Aussichten genannten Riffe und auf den soeben bestiegenen Großen Winterberg bietet.


Bald stoßen wir auf unseren Abstieg, die „Heilige Stiege“. Über unzählige Stufen geht es steil hinab ins Tal. Bald werden die Eisentreppen durch hölzerne Stufen abgelöst, der Abstieg ist jetzt weniger Steil. Am unteren Ende der Heiligen Stiege treffen wir auf den Elbleitenweg, den wir zurück nach Schmilka wandern.

 
This is a test