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Der nächste SandsteinKurier erscheint am:
4. Oktober 2017
Redaktions- und Anzeigenschluss:
20. September 2017
Durch das schöne Weißbachtal

WeißbachtalWir beginnen unsere Tour auf dem Parkplatz, (Busendhaltestelle) Erbgericht in Hinterhermsdorf. Im ersten Teil unserer Wanderung folgen wir dem gelben Strich in Richtung Schäferräumicht. 200 Meter hinter der Zahnarztpraxis (letztes Haus) verlassen wir die Markierung und gehen nach rechts ansteigend über den Feldweg an der Schutzhütte vorbei bis zur nächsten Wegekreuzung.

Hier genießen wir erst einmal den Rundumblick.Südwestlich erblicken wir über Hinterhermsdorf hinweg die Formationen des Elbsandsteingebirges mit den Winterbergen. Im Süden schaut die Kuppel des imposanten Rosenberges über die Baumwipfel.

Wir lassen das Funkfeuer (Flugleitzentrale) links liegen und gehen geradewegs in östliche Richtung. Vor uns erscheinen die Gipfel des Böhmischen Mittelgebirges mit dem Tannenberg. Nach ca. 500 Meter erreichen wir einen Hochstand, hier biegen wir links in einen Wiesenweg ab und halten uns in Richtung Waldrand. Schon von weitem kann man das grüne Nationalpark-Eingangsschild erkennen. Der Weg führt nun durch den sogenannten Kalkbusch. Durch reichhaltige Böden wachsen hier stattliche Buchen. Wir befinden uns jetzt genau auf der Grenze zwischen Lausitzer Bergland und dem Elbsandsteingebirge. Mit dem übereinanderschieben der beiden Felsplatten, wurden aus dem Erdinneren Kalke und Mineralien an die Oberfläche gebracht, die man durch Bergbau zeitweise abgebaut hat (Daher der Name Kalkbusch oder Kalkstraße). Nach ca. 500 Meter erreichen wir das Tal bei der Obermühle mit der Heidelbach. Wir folgen dem Bach flussabwärts über die Forststraße bis zur nächsten Gablung. Nun biegen wir wieder nach links und halten uns leicht ansteigend auf dem Fahrweg.


Nach ca. 200 Meter entdecken wir unsere gelbe Markierung wieder. Der folgen wir, vorbei an den letzten Häusern von Hinterhermsdorf entlang der Kirnitzsch hinein ins schöne Weißbachtal.


Unsere Wanderung führt nun direkt auf der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien direkt am Weißbach entlang. Die Weißbach entspringt wie fast alle Flussläufe im Lausitzer Vorland und mündet nach ca. sechs Kilo-metern in die Kirnitzsch. Am Bach kann man die Wasseramsel, den Eisvogel oder wer Glück hat auch den Fischotter beobachten. Übrigens ist dies eine der ältesten Grenzen in Europa. Schon im 14. Jahrhundert trennte sie das Böhmische Königreich vom Bistum zu Meißen.


Das Tal wird nun immer enger. Rechts und links erheben sich faszinierende Sandsteinfelsen auf denen sich die Weißtannen wohlfühlen. Am Bach schickt der Frühling seine ersten Boten. Überall sprießt der Pestwurz, auch wilder Rhababer genannt. Nach einiger Zeit kommen wir zu einem großen Felsüberhang, dem Teufelsstein. Er lädt zu einer kleinen Rast ein. Im Inneren kann der geübte Wandersmann das sogenannte Leuchtmoos erkennen. Gegenüber des Teufelssteines wächst eines der letzten Vorkommen des wilden Tannenbärlapps. Auf einem Felsblock findet die Pflanze optimale Lebensbedingungen. Wir marschieren weiter und auf einmal sind die Sandsteine weg - es eröffnet sich eine neue, ganz andere Landschaft.


Wir kommen wieder ins Lausitzer Vorland. Rechts mündet der Erlenbach, der auch die Grenze beider Landschaften bildet, in die Weißbach. Weiter der gelben Markierung folgend kommen wir an eine Stelle, wo sich rechts und links des Weges abraumähnliche Aufschüttungen erkennen lassen. Hier hat einer der Sachsenkönige im 16. Jahrhundert einen sogenannten Floßteich anlegen lassen. Mit der Flut konnte man das geschlagene Holz im Bach transportieren. Die Dammkrone erreicht heute noch eine Höhe von fast 5 Meter.


Nun verlassen wir das Tal und steigen hoch zur Kalkstraße, die wir kreuzen und über einen breiten Weg wieder absteigen bis zur Schutzhütte am Schwarzen Kreuz.Der gelben Markierung folgend vorbei am Schäferräumicht, (Einkehr möglich). Bis zur Einmündung der roten Markierung am Fuße des Weifberges. Hier steigen wir hoch bis zum Aussichtsturm. Eine nicht alltägliche Belohnung erwartet uns nach dieser Strapaze. Die Aussicht vom über 30 Meter hohen Turm ist einzigartig.


Wir steigen ab und halten uns in westlicher Richtung erst an den roten Strich und dann an das rote Dreieck. Nach 15 Minuten erreichen wir über Wiesen streifend das Restaurant ,,Am Wald“. Hier werden kulinarische Köstlichkeiten für jeden Geldbeutel zubereitet. Nach Essen und Erhohlung geht es frisch gestärkt zurück (15 Minuten) zum Ausgangspunkt nach Hinterhermsdorf. Tipp: Legen Sie doch mal ein Ohr an einen Birkenstamm und lauschen Sie dem Inneren der Birke.


Möchten Sie noch mehr Interessantes über diese Tour erfahren, dann schließen Sie sich einem erfahrenen Führer an. (Granit und Sandstein)- Toristeninfos/oder www.landhotel-am-wald.de (Kalender) Tel.: 0359745250.


Heiko Hesse, Nationalparkführer

Kräuterbaude „Am Wald“

(www.kraeuterbaude-am-wald.de)

 
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