Aktueller SandsteinKurier

4/17
Die aktuelle Ausgabe des SandsteinKurier zum Anschauen und Downloaden!

Nächste Ausgabe

Der nächste SandsteinKurier erscheint am:
4. Oktober 2017
Redaktions- und Anzeigenschluss:
20. September 2017
Rund um den Raumberg

RaumbergHeute soll es rund um den Raumberg gehen. Der Raumberg ist der markanteste Vulkankegel in der Hinteren Sächsischen Schweiz. Unübersehbar steht der 460 Meter hohe von großen Laubbäumen bewachsene Berg mitten im Zentrum der dunklen Wälder im Grenzgebiet zu Tschechien. Dieser Berg gehört zu den Vulkanen im Elbsandstein.

Weitere Berge dieser Kategorie sind der Große Winterberg und vor allem der Rosenberg in der Tschechischen Republik. Auf den Gipfeln kann man noch die Lavadurchbrüche in Form von Basaltsäulen entdecken. Leider ist der Zugang zum Raumberg seit seiner Eingliederung in die Kernzone des Nationalparks gesperrt, so dass niemand mehr auf ihn hoch steigen darf.

 

 

Bereits zu DDR-Zeiten war das Gebiet um den Berg herum sehr wildreich. So sperrte man schon im August die Wanderwege, um das Wild nicht zu stören. Im September begann dann die Jagd auf den brunftenden Rothirsch und so mancher General oder Oberst der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland konnte einen dieser kapitalen Hirsche erlegen.

 

Bereits zu DDR-Zeiten war das Gebiet um den Berg herum sehr wildreich. So sperrte man schon im August die Wanderwege, um das Wild nicht zu stören. Im September begann dann die Jagd auf den brunftenden Rothirsch und so mancher General oder Oberst der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland konnte einen dieser kapitalen Hirsche erlegen. Wir beginnen unsere Tour wieder in Hinterhermsdorf. Starten am Erbgericht oder an der Buchenparkhalle (Grüner Punkt) und folgen der roten Markierung in Richtung Hickelhöhle. Zuerst gehen wir über eine breite Forststraße, auch als Radroute markiert, über die Lindigtstraße. Nach etwa 20 Minuten verlassen wir diese und biegen nach rechts ins Tal der Kirnitzsch ab. Dieses erreicht man nach ca. 15 Minuten. Nachdem wir etwa 200 Meter flussaufwärts gegangen sind, kommen wir an die „Steigbrücke“. Nun geht es stetig bergauf über den Stimmersdorfer Weg. Dieser war in den vergangenen Jahrhunderten Handelsweg von der Lausitz nach Böhmen. Über ihn konnte man sehr schnell nach Stimmersdorf (Mesna) gelangen. Leider ist der Weg durch die Staatsgrenze nach Tschechien unterbrochen. Achtung kein Übergang!

 

Weiter auf unserer Route. Nach 20 Minuten erreichen wir die Kreuzung am Dreiwinkelgrund. Unsere rote Wegemarkierung geht jetzt nach rechts zur Hickelhöhle, der wir nicht mehr folgen! Wir halten uns gerade aus und wechseln auf den grünen Strich. Nach einer Weile erreichen wir den Altarstein (Einsamer Stein, einzelner Felsen). Hier hielten böhmische Protestanten im 16./17. Jahrhundert Gottesdienste ab. Später nutzte man diesen Platz als Gedenkstein für die Förster im Hinterhermsdorfer Revier, deren Namen man noch lesen kann. Weiter geht‘s nach links, folgend einem schmalen Pfad in halber Höhe zum rechts verlaufenden Ziegengrund. Diese nun folgende Wegstrecke ist besonders Mitte September während der Hirschbrunft sehr interessant.

 

Eine ganze Zeit später kommen wir wieder auf eine Forststraße. Diese gehen wir nach links, durch den Brückengrund, unserer grünen Markierung folgend erreichen wir das Kirnitzschtal. Jetzt können wir entscheiden, auf welcher Strecke wir wieder zurück nach Hinterhermsdorf gehen wollen. Flussaufwärts besteht die Möglichkeit über den Hollweg-Wettinplatz oder die Wolfsschlucht. Flussabwärts über die Lindigtstraße (Fahrradroute) - Lindigtgründel oder weiter über das Dorfbachtal.

 

Diese Wanderung ist ein Geheimtipp für Liebhaber von Ruhe und Einsamkeit.


Heiko Hesse, Nationalparkführer

Kräuterbaude „Am Wald“

(www.kraeuterbaude-am-wald.de)


 
This is a test